Lebenslauf Dr. Sven Oloff


Aus Südschweden stammend, wanderten seine Vorfahren im 17. Jahrhundert nach Ostpreußen aus. In Göttingen geboren, wuchs er – mit langen Zwischenstationen in New-Delhi und Casablanca – in  Bonn auf, wo er 1970 sein Abitur bestand.
Nach einer 3-jährigen Militärdienstzeit als Panzeraufklärungs-Reserveoffizier begann er 1973 an der Ludwig-Maximilians-Universität München das Studium der Tiermedizin. Mitte 1979 beendete er dieses mit dem Staatsexamen und wurde 1981 dort zum Dr. med.vet. promoviert mit einer Dissertation über altindische Pferdeheilkunde (beide Bewertungen: magna cum laude).

Von Anfang 1980 bis Mitte 1985 war er als Oberstabsveterinär der Leiter der Hundeklinik der Bundeswehr und stellv. Kommandeur der Hundeschule Bw. Gleichzeitig erhielt er seine chirurgisch-orthopädisch-neurologische Ausbildung an der Universität Würzburg (Prof. Dr. Dr. med. W. Küßwetter, späterer Ordinarius für Orthopädie/Traumatologie, Universität Tübingen).

Ab 1985  führte Dr. Oloff in Bochum seine eigene anerkannte Tierärztliche Klinik, die auf allgemeine Chirurgie, Orthopädie inkl. orthopädische Chirurgie und Neurologie/Neurochirurgie für Kleintiere spezialisiert war. Im Zuge privatester Umstände verkaufte er diese und ließ sich Mitte 2004 in München nieder. In seinem Spezialgebiet arbeitet er seit  über 28 Jahren, veröffentlicht regelmäßig schriftlich/audio-visuell bzw. bei Fortbildungsvorträgen oder wird zu Gastvorlesungsreisen (Indien/Equador) eingeladen:
  • An der Entwicklung der ersten deutschen Hüftendoprothese für Hunde war er maßgeblich mitbeteiligt. Als erster deutscher tierärztlicher Chirurg veröffentlichte er über künstliche Hüftgelenke und erhielt deshalb einen wissenschaftlichen Forschungspreis. Auch gehörte er zu den ersten, die neurochirurgische Eingriffe an der Wirbelsäule bei Hund/Katzen erfolgreich durchführten.

  • Er entwickelte ein spezielles Osteosyntheseset für Kleintiere (Mini-Implantate-Set nach Oloff, LP 920 - 
    Fa. Aesculap, Tuttlingen
    ).

  • Neben vielen Medizingesellschaften ist er nicht nur Gründungsmitglied des AVO (Arbeitskreis für veterinärmedizinische Orthopädie) und 15 Jahre lang Präsident gewesen, sondern wurde 2002 zu dessen Ehrenmitglied ernannt.

  • Seit 1990 Mitglied des Hohenheimer Kreises (sogen. Deutsch-Schweizer-Österreichische Hüftgelenksdysplasie-Kommission), gehört er mit zu dessen Umgestaltern in die GRSK (Internationale Gesellschaft für Röntgendiagnostik genetisch bedingter Skeletterkrankungen) und war für insgesamt 10 Jahre einer der beiden Vizepräsidenten bis Ende 2005.

  • Im Januar 2004 hat er mit einer Human-Kollegin das innovative VICEM (Veterinary Imaging Center Munich) gegründet, um die Kernspin- bzw. Magnetresonanz-Tomographie in die Normaldiagnostik  der Veterinärmedizin mit einzuführen.

Seit seiner Studienzeit gehört er zu einer der ältesten deutschen Studentenverbindungen. Seit 1987 ist er Mitglied von Rotary International und engagiert sich dort seit mehr als 10 Jahren in einem medizinischen Hilfsprojekt für Straßenkinder in Bukarest.

Seine persönlich-privaten Interessen sind sehr weit gestreut, wobei die Schwerpunkte im sog. schöngeistigen Bereich liegen, wie klassische Musik (auch ausführend als Waldhornist), Malerei, Möbelkunde, Architektur (Barock bis Biedermeier inkl. praktizierender Möbelrestauration), Geschichte und Medizinhistorik sowie Indologie. Die langjährige Beschäftigung mit diesen Dingen mündet inzwischen in regelmäßigen öffentlichen Multimedia-Vorträgen, um finanzielle Unterstützung für rotarische Sozialprojekte zu sammeln.